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Stand: 23.04.2014

Pressemitteilung

Wohnen ist kein Luxus!

Fulda (cif). "Ein wesentliches Instrument unserer Caritas-Kampagne 2018 zur immer angespannteren Wohnraumsituation in Deutschland ist die öffentliche Diskussion des Themas ‚Wohnen‘", erläutert Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. "Wir sind der Meinung, dass Wohnen kein Luxus sondern im Gegenteil das Recht eines jeden Menschen ist. Und damit das so bleibt, dass jeder Wohnungssuchende für ihn angemessenen, bezahlbaren Wohnraum findet, müssen wir miteinander ins Gespräch kommen!"

Die 'Aktionäre' haben sich zu einer Gruppe aufgestellt.Zum Start der Untersetzer-Aktion gab es im „Ritter“ ein gemeinsames Foto: v. li. Franz Meyer, Caritasdirektor Juch, Daniela Manke und Frederike Wess vom Ressort Soziale Dienste/Gemeindecaritas der Caritas Fulda, die beiden Initiatorinnen der Aktion, daneben die beiden Restaurantinhaber vom „Ritter“ in der Fuldaer Kanalstraße, Karl Munzinger und Jonas Sporer (mit Nachwuchs ;-)).C. Scharf/Caritas FD

Über das Thema "Wohnen" reden, diskutieren - das möchte die Caritas Fulda jetzt mit einer "Getränkeuntersetzer-Aktion" anregen. Die Untersetzer - gemeinhin auch "Bierdeckel" genannt - sollen mit eingängigen Sprüchen wie "Eine Wohnung ist nicht alles, aber ohne eine Wohnung ist alles nichts" Denkanstöße bieten. "Wir wollen dazu anregen, gemeinsam mit der Politik, mit der Wirtschaft, einfach mit allen Bürgern Initiativen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums zu entwickeln und auch zu verwirklichen", so Caritasdirektor Juch.

Zum Einsatz der Getränke-Untersetzer ist die Caritas jetzt mit drei Fuldaer Gaststätten in Kooperation getreten: Im "Ritter", in der "Wiesenmühle" und in der "Heimat" (ab April) finden die Gäste die Deckel jetzt unter ihren Gläsern. "Wir unterstützen diese Caritas-Aktion mit diesen Denkanstößen gerne, denn eine vernünftige Wohnung haben zu können - das gehört für alle Menschen einfach zum Dasein dazu!", betont Karl Munzinger einer der beiden Inhaber des Restaurants "Ritter".

Wir blicken auf 3 unterschiedlich beschriebene Bierdeckel.Unterschiedliche Denksprüche auf der Vorderseite, gemeinsame Rückseite mit Kontaktdaten: die Caritas-Getränkeuntersetzer.C. Scharf/Caritas FD

Die Caritas erfährt aus ihren Beratungs- und Betreuungsdiensten tagtäglich, wie elementar das Thema "Wohnen" letztendlich für alle Menschen ist, die bei der Caritas um Hilfe ersuchen. Dabei wird es auch für den katholischen Sozialverband immer schwieriger, unmittelbar den Menschen aus Notsituationen  herauszuhelfen. "Immerhin werden in Verantwortung der Caritas in der Diözese Fulda 230 Wohnungen oder Appartements an Betroffene wie Psychisch Kranke, Suchtkranke, Wohnungslose, entlassene Straffällige, Menschen mit Behinderungen, junge Menschen in der Jugendhilfe sowie Senioren vermittelt oder vermietet", berichtet Franz Meyer, Ressortleiter Soziale Dienste / Gemeindecaritas. "Diese Menschen sind aufgrund ihrer privaten wie materiellen Situation auf preiswerten Wohnraum angewiesen und hätten in der augenblicklichen Situation auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt überhaupt keine Chance!"

Der Diözesan-Caritasverband Fulda, so Meyer, werde daher in diesem Jahr als Spitzenverband gemeinsam mit den Verbänden in Mainz und Limburg im Rahmen der Arbeit der "Hessen-Caritas" das Thema "Bezahlbarer Wohnraum" zum Gegenstand der sozialpolitischen Gespräche mit den Fraktionen im Hessischen Landtag machen.

Mehr Informationen zur Caritas-Jahreskampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" finden Interessierte im Internet unter www.zuhause-fuer-jeden.de. Zudem kann er die örtlichen Caritasverbände in Fulda, Hanau, Kassel und Marburg ansprechen.