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Stand: 23.04.2014

Pressemitteilung

Caritas-Kampagne 2018: Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Berlin, Fulda (cif). "Wohnungsnot ist zu einer sozialen Wirklichkeit geworden, die gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial birgt", betonte Caritas-Präsident Dr. Peter Neher heute zum Start der neuen Caritas-Kampagne für das Jahr 2018 "Jeder Mensch braucht ein Zuhause". Eine aktuelle Caritas-Studie "Menschenrecht auf Wohnen", so Neher,  zeige deutlich, wie knapper Wohnraum und steigende Mieten tief in das Leben der Menschen eingreifen. "Immer mehr Menschen erfahren, dass sie nahezu chancenlos auf dem Wohnungsmarkt sind. Oder sie müssen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Miete und Wohnkosten ausgeben", machte Neher bei einer Pressekonferenz gestern in Berlin deutlich.

Eine Studentin sitzt mit ihren Utensielien am Schriebtisch auf einem Bürgersteig.Motiv der diesjährigen KampagneCaritas

Auch im Bistum Fulda wolle sich die Caritas im Jahr 2018 verstärkt um das Thema "Wohnen" kümmern, betont Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch in seinem Statement zur Kampagne. Auch die Hessen-Caritas mit den Diözesan-Verbänden Fulda, Limburg und Mainz, deren Vorsitzenden Markus Juch dieses Jahr noch ist, wolle in diesem Wahljahr für Hessen hier einen inhaltlichen Schwerpunkt in der Arbeit setzen: "Es kann ja nicht sein, dass in unserem Land zunehmend Familien, alte und einkommensschwache Menschen oder Studenten nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten, sondern mittlerweile auch in Mittelzentren aus ganzen Stadtvierteln verdrängt werden", so Juch.

Um zu erfahren, wie die Bevölkerung das Problem wahrnimmt und welche Lösungsmöglichkeiten Unterstützung finden würden, hat das Institut IPSOS im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes eine repräsentative Befragung durchgeführt. Die Caritas-Studie zeigt, dass bezahlbares Wohnen neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen gehört. In die Höhe schnellende Wohnkosten bewerten 79 Prozent der befragten Menschen als erhebliches Armutsrisiko. 77 Prozent der Befragten sehen demzufolge die Entwicklung von Kindern beeinträchtigt. Hohe Wohnkosten führen für drei Viertel der Befragten zu einer räumlichen Trennung von armen und reichen Menschen und begründen die Gefahr von Obdachlosigkeit.

Unter der Kampagnen-Homepage www.zuhause-für-jeden.de finden sich weitere Infos zu der neuen Kampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause", deutschlandweite praktische Beispiele, sozialpolitische Positionen des katholischen Sozialverbandes und ein interaktives Spiel, das die Mietbelastung in verschiedenen deutschen Städten zeigt.