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Stand: 23.04.2014

Pressemitteilung

Eine Brücke zwischen Altenpflegeausbildung und Bachelor-Studium „Pflege und Gesundheitsförderung“

Fulda, Darmstadt (cif). "Wir freuen uns auf die gemeinsame Kooperation, die einen echten Meilenstein für unsere Altenpflegeschule darstellt", unterstrich anlässlich der Zusammenkunft zur  Vertragsunterzeichnung in Fulda Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch bei seiner Begrüßung. Er betonte, dass man sich von dieser Zusammenarbeit eine noch höhere Attraktivität für die Caritas Altenpflegeschule und ihre Ausbildungsangebote erhoffe.

Die Verantwortlichen unterzeichnen den KooperationsvertragWährend der Unterzeichnung der Kooperation in FuldaC. Scharf/Caritas FD

Federführend für die Kooperationsentwicklung war Prodekanin Prof. Dr. Margret Flieder vom Fachbereich Pflege- und Gesundheitswissenschaften der Evangelischen Hochschule Darm­stadt, die gemeinsam mit den Lehrkräften der Caritas-Altenpflegeschule das Konzept für die Altenpflege bearbeitet hat. Hierdurch ist es interessierten Absolventinnen und Absolventen der Altenpflegeschule ab diesem Jahr erstmals möglich, nach ihrem Altenpflegeexamen den Bachelor-Studiengang "Pflege und Gesundheitsförderung" an der Evangelischen Hochschule Darmstadt um ein Jahr verkürzt absolvieren zu können. Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an einer sogenannten Summerschool und einer mehrtägigen Blockveranstaltung auf dem Darmstädter Hochschulcampus.

Umgekehrt erhalten Studierende des Fachbereiches Pflege- und Gesundheitswissenschaften der Evangelischen Hochschule Darmstadt künftig die Möglichkeit, ihr Hochschulstudium durch eine verzahnte und verkürzte Praxisausbildung an der Fuldaer Schule in der Pflege abzurunden.

Prof. Flieder, die ein kurzes Grußwort der Hochschul-Präsidentin Prof. Dr. Marion Großklaus-Seidel überbrachte, begrüßte ausdrücklich diese zukunftsweisende Zusammenarbeit und hob die gegenseitigen Vorteile für Schüler und Studierende mit der Kooperation hervor. Sie machte darüber hinaus klar, dass selbst Pflegeschule-Absolventinnen und Absolventen ohne Hochschulzugangsberechtigung, die über eine mindestens zweijährige Berufspraxis verfügen, durch eine fachgebundene Prüfung die Qualifikation zum anschließenden Pflege-Studium gelingen könne. "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem Pflegestudium und Ihrer praktischen Pflegeausbildung in der Kombination das Arbeitsfeld der Pflege für Interessierte nochmals aufwerten, denn die Möglichkeiten der beruflichen Laufbahnen und Einsatzmöglichkeiten sind so besonders reizvoll und vervielfältig!"

"Um den künftigen Herausforderungen in unserer älterwerdenden Gesellschaft gerecht zu werden, benötigen wir in der Praxis dringend mehr gut qualifizierte Pflegefachleute. Ein Baustein hierfür ist aus unserer Sicht die Schaffung von attraktiven und vor allem durchlässigen Ausbildungsangeboten mit Entwicklungspotential, welche mit dieser Kooperationsvereinbarung verwirklicht werden sollen", betonte Altenhilfe-Ressortleiterin Kristin Klinzing. Dies gelte auch im Hinblick auf die in zwei Jahren anstehende Umstellung hin zur generalistischen Pflegeausbildung. Und Sabrina Griesel als Vertreterin der Schulleitung kündigte an, dass von der Fuldaer Schule zeitnah Informationsveranstaltungen für die gerade in Ausbildung befindlichen Kurse, aber auch für Fachkräfte, die bereits in der Praxis tätig sind, geplant seien. Somit könnten sich alle über die neuen Möglichkeiten zur Weiterqualifikation informieren.