Fulda. Studierende der Studiengänge Gesundheits- und Sozialmanagement sowie Mittelstandsmanagement der Berufsakademie Fulda des Bildungsunternehmens Dr. Jordan besuchten kürzlich den Diözesan-Caritasverband Fulda, um die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen eines modernen Sozialverbandes kennenzulernen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein praxisnaher Einblick in die Arbeit verschiedener Einrichtungen: So erhielten die Studierenden sowohl Einblicke in eine Einrichtung der stationären Altenhilfe als auch in eine Einrichtung der Eingliederungshilfe.
Zunächst begrüßte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch die im dritten Semester Studierenden: "Wir freuen uns, dass Sie heute unsere Gäste sind. Wir möchten Ihnen zeigen, wie breit das Aufgabenspektrum eines sozialen Trägers heute gefasst ist. Neben der unmittelbaren Betreuung und Begleitung von Menschen im Alter oder mit Unterstützungsbedarf spielen strategische Themen wie Marketing, Positionierung und Wettbewerb eine immer größere Rolle." Er erläuterte, dass auch soziale Einrichtungen in einem zunehmenden Wettbewerb stehen insbesondere auch um qualifizierte Fachkräfte. Ein professionelles Marketing und eine klare Profilbildung seien daher essenziell, um das eigene Angebot sichtbar zu machen und Vertrauen aufzubauen.
Sebastian Etzel, Einrichtungsleiter des Altenpflegeheims St. Josef, gab den Anwesenden Einblicke in das Heimleben, seine Führungsaufgaben sowie die Pflege betreffende offene sozialpolitische Fragestellungen. Durch Meike Wenzel, Referentin Altenpflege, erhielten die Studierenden betriebswirtschaftliche Einblicke, etwa die komplexe Finanzierung sozialer Dienstleistungen. Sie erfuhren, wie die Refinanzierung über Leistungsentgelte, öffentliche Kostenträger und Eigenmittel gestaltet ist und wie stark gesetzliche Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Planung beeinflussen. Gerade in Zeiten steigender Kosten und wachsender Anforderungen stellt dies die Träger wie den Caritasverband vor große Herausforderungen. Hierbei kam außerdem die Fragestellung nach einer möglichen Zukunft der Pflege auf. Schließlich führt der demografische Wandel zu einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen, während gleichzeitig qualifiziertes Personal knapp wird.
Im Anschluss folgten im benachbarten, zur Caritas Eingliederungshilfe und Teilhabe gehörigen, Café Buntwerk ein Rundgang durch den Werkstattbereich, Informationen zum Arbeitsablauf und den Förderungsmöglichkeiten der Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Schließlich stellten Ann-Katrin Jehn und Michaela Möller aus dem Fachbereich Marketing und Kommunikation noch einen Gesamtüberblick des Diözesan Caritasverbandes her und gaben Einblicke in die vielfältige Kommunikationsarbeit. Juch dankte abschließend allen Anwesenden für die Organisation und die Teilnahme. "Es ist uns immer wichtig, die Arbeit der Caritas auch jungen Menschen zu präsentieren, Einblicke in unsere zahlreichen Wirkungsbereiche zu geben und Impulse für eigenes zukünftiges berufliches Handeln in einer sich wandelnden Sozial- und Gesundheitslandschaft zu geben."
Rechts: Dr. Markus Juch (Diözesan-Caritasdirektor), von links: M. Möller, M. Wenzel, A. Melzer, A. Jehn (Mitarbeiterinnen des Diözesan-Caritasverbandes) mit Studierenden der Berufsakademie Fulda