Fulda (cif/aj). Eine wärmende Begegnung, eine leckere Suppe, ein heißes Getränk und etwas Zeit zum Aufwärmen: Die Caritas im Bistum Fulda schenkt vom 2. November bis Ende März in der Wilhelmstraße 6 in Fulda Wärme. "Die Inflation und die steigenden Energiepreise werden im Winter viele Menschen treffen. Wir schaffen ein Angebot, bei dem sich die Menschen aufwärmen und sich austauschen können", sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. Nach dem HOTTruck, der während der Zeit der strengen Corona-Regelungen die Menschen draußen versorgt hat, kommt in diesem Winter der HOTRoom, der gerade in der Fuldaer Innenstadt entsteht. Der Truck habe gezeigt, dass der Bedarf groß ist, nun wurde das Konzept an die aktuellen Bedarfe angepasst.
KerzenkarteA. Jehn/Caritas Fulda
Montags, mittwochs und donnerstags, jeweils von 11 bis 14 Uhr, wird es im HOTRoom warme Suppe geben, die von den Vinzentinerinnen zubereitet wird. "Die Kooperation mit den Schwestern hat sich schon beim HOTTruck bewährt. Wir sind froh, dass wir nun wieder zusammenarbeiten können, und die Schwestern sind froh, dass die bedürftigen Menschen versorgt werden, da das seit Beginn der Pandemie in der Vinzentinerinnen-Küche nicht mehr möglich ist", sagt Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa. Neben Suppe und heißen Getränken besteht aber auch die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und ins Gespräch zu kommen. Der Regionalcaritasverband wird im HOTRoom auch auf seine Dienste wie Schuldnerberatung, Sozial- und Lebensberatung oder den Stromsparcheck aufmerksam machen und Brücken zu diesen Angeboten bauen. Bei Bedarf wird warme Kleidung ausgegeben oder der Kontakt zum Caritas-Kleidermarkt hergestellt, der sich gleich um die Ecke (Abtstor 1) befindet.
von links: Franz Meyer (Ressortleiter Soziale Dienste/Gemeindecaritas), Dominique Vilmin (Ressortleiter Jugendhilfe), Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Referentin Nadine Schupp, Regionalcaritas-Geschäftsführerin Susanne Saradj und Vorstandsmitglied Ansgar Erb vor dem HOTRoom, der durch das rote Banner nicht zu verfehlen ist.C. Scharf/Caritas FD
Ein Glücksfall war für die Caritas der Erwerb der Immobilie in der Wilhelmstraße 6 durch das Bistum Fulda. Zuvor war die Immobilie in Privatbesitz, das Bistum stellt nun das Haus der Caritas zur Verfügung, um die Wärmestube einzurichten. "Hier haben alle toll zusammengearbeitet. Auch die Stadt Fulda hat uns schnell die Genehmigung erteilt, was uns sehr freut und in unseren Planungen weiterhilft", sagt Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb. In den kommenden Wochen seien noch ein paar Renovierungsarbeiten notwendig, bevor der HOTRoom im November starten kann.
Wer das Projekt finanziell unterstützen will, kann dies auf besondere Weise tun und dabei selbst Wärme (ver)schenken. Die Caritas hat eine Karte entworfen, in der eine Bienenwachsplatte mit Docht eingelegt ist. Wird die Platte aufgerollt, entsteht eine Kerze. So wird doppelt Wärme verschenkt: Mit dem Kaufpreis von 10 Euro pro Karte wird das Projekt HOTRoom unterstützt, das Verschenken der Karte bringt dank Kerze etwas Wärme zu den Beschenkten. Die Karten gibt es ab 1. November 2022 im Caritas-Laden am Dom (Kanalstraße 7), im Heimatliebe-Shop im Steinweg, in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung, am Empfang des Regionalcaritasverbandes in der Wilhelmstraße 8, beim Diözesancaritasverband in der Wilhelmstraße 2 sowie in vielen Kirchengemeinden zu kaufen.
Wer die Wärmestube ehrenamtlich unterstützen möchte, kann dies bei der Suppenausgabe tun. Interessenten melden sich dafür bei der
Referentin für Soziale Dienste und Gemeindecaritas
Nadine Schupp
Telefon 0661-2428131 oder per
Mail an nadine.schupp@caritas-fulda.de.