Sozialcourage

Immer in Bewegung

Als Ehrenamtskoordinatorin der Caritas im Bistum Fulda kümmert sich Yvonne Hartmann um die Koordination themenübergreifender Angelegenheiten und ist Ansprechpartnerin für alle Belange, die die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Caritas im Bistum Fulda betreffen.

Mehrere Familien sitzen am Tisch bei einer Mahlzeit.Familien bei TischYvonne Hartmann / Caritas Fulda

Um ihre Funktion bedarfsgerecht erfüllen zu können, muss sie naturgemäß viel unterwegs sein: Es geht darum Kontakte zu knüpfen, Leute zu treffen, Meetings zu besuchen, an Arbeitskreisen teilzunehmen, vor Ort in Flüchtlingsunterkünften und Beratungsstellen vorbeizuschauen, Absprachen zu treffen, Beziehungen zu pflegen, Ehrenamtliche zu beraten und Projekte umzusetzen. Außerdem chattet sie, telefoniert, simst und emailt, bedient die Kanäle der sozialen Medien, nimmt mit vielen Ehrenamtlichen und an Freiwilligenarbeit Interessierten Tuchfühlung auf, um ein Erstgespräch zu führen…  - kurz gesagt: Yvonne Hartmann ist stets in Bewegung, um dafür - salopp gesagt - die notwendigen Strippen zu ziehen.  

"Netzwerken" ist der richtigere Begriff dafür, den sie wohl selbst auch verwenden würde: Es geht darum, alle Akteure miteinander in Kontakt zu bringen beziehungsweise zu halten, dafür zu sorgen, dass Infos ankommen und nicht irgendwo "versickern" trotz aller Medienkanäle, die heutzutage zur Verfügung stehen.  Die zuständigen Behörden, die Träger der Einrichtungen, die Sozialbetreuer, die Freiwilligen natürlich - sie alle möchten und müssen auch gut informiert sein. 

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank.Arbeit an einer WerkbankYvonne Hartmann / Caritas Fulda

Doch nach gut einem Jahr Arbeit kann man sagen, dass die Organisation gefestigt ist, dass man sich kennt, und dass vor allem die Infos verstärkt von allein fließen und daher auch eine gesteigerte Flexibilität gefragt ist. Der Nachteil: Die Arbeit wird dadurch für sie nicht weniger.

Umso relevanter sind daher direkte Verbindungen zu allen Akteuren im Bereich der Flüchtlingshilfe. Eine hohe Bedeutsamkeit hat da auch die Kommunikation via sozialen Medien, und überhaupt: die Öffentlichkeitsarbeit. Es gibt einen Newsletter, den jeder auf Anfrage abonnieren kann, auf  Facebook werden Veranstaltungen bekannt gegeben und Informationen geteilt. Viele Aktionen zur Flüchtlingshilfe werden aus den Eigenmitteln von Kirche und Caritas finanziert - das Bistum Fulda speist zahlreiche Projekte aus einem eigens für solche Arbeit aufgelegten Flüchtlingsfonds. Für mögliche Drittmittel ist Yvonne Hartmann regelmäßig im Internet auf der Suche: Gibt es womöglich passende Ausschreibungen für Projekte oder Fördermittel, die Einrichtungen der Flüchtlingshilfe abrufen können? Via Netzwerk können dann zeitnah mögliche Bewerber informiert werden. Auch die eigene Position der Ehrenamtskoordinatorin ist übrigens drittmittelfinanziert: Etwa 80 Prozent der anfallenden Personalkosten steuert die Deutsche Fernsehlotterie bei und ermöglichte der Caritas so, diese wichtige Funktion zu besetzen.   

Eine Schwester schaukelt mit einem Kind.Beschäftigung mit KinderenYvonne Hartmann / Caritas Fulda

Alles und jeder im Netzwerk ist wichtig. Doch persönlich besonders am Herzen liegt Ehrenamtskoordinatorin Hartmann die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchtgeschichte. Hierbei ist sie selbst aktiv in einem von ihr initiierten Projekt. Zwei Mal jährlich - einmal mit Kindern und ihren Familien, einmal mit Jugendlichen - geht es für jeweils zwei Tage mit einer überschaubaren Gruppe zum  ehrenamtlich umgesetzten Kinder- bzw. Jugendfranziskusfest  im Kloster Sießen in Bad Saulgau. "Es gibt einfach so viele gute Kinder und Jugendliche", sagt sie. "Denen und ihren Familien wollen wir gerne ein Angebot machen. In Saulgau können sie einfach mitmachen beim Fest - erfahren, was Nächstenliebe ausmacht. Wer will, kann an Gesprächen teilnehmen oder sich beraten lassen. Vor allem aber geht es um das Erleben von Gemeinschaft, Spiel und Spaß." Die Erfahrung zeigt, dass vor allem solche Angebote für deutsche und geflüchtete Menschen eine Möglichkeit zum echten Kennenlernen bietet, und dass auch Ehrenamtliche sich in besonderer Weise durch diese besonderen Möglichkeiten unterstützt fühlen. "Die begleiteten Ausflüge stellen gleichzeitig eine besondere Wertschätzung von ehrenamtlich Tätigen und geflüchteten Menschen dar", betont Yvonne Hartmann. "Sie bewirken dadurch eine überdurchschnittlich große gemeinsame Teilhabe!"

 

Yvonne Hartmann

 

 

Kontakt
Caritas im Bistum Fulda / Soziale Dienste
Yvonne Hartmann
Koordination ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
Tel. mobil: 0176 12428059
E-Mail